MISSED IMAGE
[AI]
Grete Hermann
Das versäumte Bild aus Bremen: Grete Hermann Mathematikerin, Physikerin, Philosophin und Pädagogin
(1906–1971)
Grete Hermann wurde 1901 in Bremen geboren und studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Göttingen und Freiburg. 1925 wurde sie bei Emmy Noether promoviert, mit einer Arbeit zur Frage, ob sich Probleme der Polynomideale in endlich vielen Schritten lösen lassen. Danach arbeitete sie als Assistentin des Philosophen Leonard Nelson und engagierte sich im Internationalen Sozialistischen Kampfbund gegen den Nationalsozialismus. 1934 diskutierte sie in Leipzig mit Werner Heisenberg und anderen Physikern über die philosophischen Grundlagen der Quantenmechanik. In ihrer Schrift dazu wies sie 1935 einen Fehler in John von Neumanns Beweis gegen verborgene Variablen nach. Ihre Kritik blieb weitgehend unbeachtet. Erst John Stewart Bell kam 1966 zu einem ähnlichen Ergebnis.
1936 erhielt sie den Preis der Avenarius-Stiftung. 1934 emigrierte sie nach Dänemark, 1937 nach England. 1946 kehrte sie nach Bremen zurück. Von 1947 bis 1950 leitete sie die neu gegründete Pädagogische Hochschule und lehrte dort bis 1966 als Professorin für Philosophie und Physik. Daneben prägte sie die Bildungspolitik der Nachkriegszeit, unter anderem von 1953 bis 1965 im Deutschen Ausschuss für das Erziehungs- und Bildungswesen.
Grete Hermann als klassisches Portrait 1965 als Professorin für Mathematik, Physik und Philosophie
© Lohrisch-Achilles / Quelle: Staatsarchiv Bremen
Ein Projekt der Universität Bremen
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Doff
Bild: Gesine Born/Bilderinstitut, KI-generiert mit Nano Banana 2

